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"Ich widersinniger Tropf, der nicht begriff, zu welchem Zweck Musik uns ward gegeben! Ist's nicht, des Menschen Seele zu erfrischen nach ernstem Studium und der Arbeit Müh? "

Der Widerspenstigen Zähmung III, 1, Shakespeare


 

Fragen und Antworten


1. Wie lange dauert ein Kurs?

Ein Musikgartenkurs dauert zwischen 40 und 45 Minuten. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass die Eltern pünktlich (am besten 10 Minuten vor Kursbeginn) kommen, damit die Kinder Zeit haben sich auszuziehen und ggf. noch etwas essen und trinken können. Außerdem haben dann auch die Eltern noch Zeit sich untereinander auszutauschen.

2. Darf mein Kind während der Kurszeiten essen und trinken?

Grundsätzlich sollte während der Musikgartenstunde nicht gegessen und getrunken werden. Dafür besteht vor und nach dem Kurs genügend Zeit. Ausnahmen sind natürlich stillende Mütter, oder besonders heiße Tage, an denen die Kinder Durst haben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sobald ein Kind anfängt eine Reiswaffel zu essen, alle anderen Kinder auch etwas essen wollen und dann keine musikalische Gruppenarbeit mehr möglich ist.

3. Wann finden die Kurse statt und was kostet ein Kurs?

Meine Musikgartenkurse in Altona gebe ich in Kooperation mit der Elternschule Altona. Die Kurse finden im jeweiligen Sommer- und Winterprogramm der Elternschule als 12er Block statt. Ein Block kostet 60 Euro (5 Euro pro Mal), die Teilnahme für den ganzen Block ist verbindlich. Muss eine Stunde meinerseits einmal ausfallen, wird diese von mir selbstverständlich nachgeholt. Kursbeiträge können nach Beginn des Kurses nicht zurückerstattet werden.

4. Warum setzt das Konzept des Musikgartens schon im sehr frühen Alter der Kinder an?

Laut dem Musikpädagogen Edwin E. Gordon kommt jeder Mensch mit einem angeborenen musikalischen Potenzial auf die Welt. Er prägte in diesem Zusammenhang die zwei folgenden Begriffe:
Musical aptitude – die angeborene musikalische Kompetenz und
Musical achievment – die Förderung der angeborenen musikalischen Kompetenz.

Hier setzt der Musikgarten an. Schon im Mutterleib kann das ungeborene Kind die Stimmen der Eltern, das Singen eines Liedes, hören. Der rhythmische Herzschlag der Mutter begleitet das Kind die ganze Schwangerschaft hindurch. Musikalische Frühstförderung lässt Kinder erleben, wie viel Freude im gemeinsamen Musizieren, Singen und Tanzen liegt. Dabei entwickeln die Kinder ein Gefühl für die Schönheit und Wirkung der Musik. Auch die ganz Kleinen profitieren vom gemeinsamen Musizieren. Singen und Bewegen zu Musik schafft Vertrauen und Freude, Verbindung und Entspannung.

5. Was ist, wenn mein Kind nicht die ganze Zeit bei mir auf dem Schoß sitzen möchte, und die Heizung viel interessanter als das gemeinsame Musizieren findet?

Immer wieder taucht die Frage auf, ob Kinder sich langweilen, wenn sie nicht die ganze Zeit auf dem Schoß der Eltern sitzen, herumkrabbeln und laufen und vielleicht die Pedale am Klavier viel interessanter finden, als den Kniereiter, den wir gerade mit der Gruppe machen.
Hier verweise ich gerne auf die Wesensmerkmale der Kinder im Alter von 6-36 Monaten und möchte auch in Zusammenhang mit dieser Frage einige nennen:

  • Kinder haben das Bedürfnis ihre Umwelt sensomotorisch zu entdecken.
  • Kinder haben einen unablässigen Bewegungstrieb.
  • Kinder haben einen Drang zur Sprache.
  • Kinder haben das Bedürfnis nach Regelmäßigkeit & Wiederholung.
  • Kinder sind erkundungsfreudig. Testen Grenzen aus, lernen Gefahren kennen.

Diese Wesensmerkmale zeigen, dass sie oft mutige und ungestüme Weltentdecker sind, die aber immer wieder ihren sicheren Hafen brauchen. Der Hafen sind die Eltern, die die Kinder auch in einer Musikgartenstunde kurz die Welt erkunden lassen können, sie dann aber auch liebevoll konsequent in den Hafen zurückholen.
Ein weiterer wichtiger Punkt in Zusammenhang mit dieser Frage ist auch, dass nicht nur in einer Musikgartenstunde, sondern auch zuhause musiziert werden soll. Hat ein Kind in der Stunde zum Beispiel kein Interesse am rhtyhmischen Echospiel, kann es sein, dass es beim Abendbrot die ganze Zeit ba-ba-ba macht. Kinder in diesem Alter nehmen sehr vieles nachhaltig auf und setzen dieses ebenso nachhaltig um.

6. Kann ich ein Geschwisterkind mitbringen?

Geschwisterkinder können nach Absprache mit der Kursleitung mitgebracht werden. Für Zwillinge gibt es einen Familienpreis.